Wenn sich die Change Junkies der metafinanz mit dem Zukunftsinstitut auf eine Reise machen, sind viele spannende Stationen vorprogrammiert. Von der Identitätsfindung bis zur Vision, mit Abzweigung in eine Woche der Inspirationen, Emotionen und Resonanz.

Wandel auch am eigenen Leib konsequent zu vollziehen, ist der metafinanz nicht fremd. 27 Jahre nach ihrer Gründung hatte die Organisation erkannt, dass ihre eigene Führungsstruktur 2017 nicht mehr zeitgemäß war. Es wurde daraufhin einmal kräftig umgerührt: weniger Hierarchie, mehr Verantwortung auf allen Ebenen, schnellere Entscheidungen.

Das zentrale „Command & Control“ musste weichen, mittlerweile lenken über 60 Teams aka Business Areas die Geschicke des Dienstleisters für ganzheitliches Business- und IT-Consulting. Es sollte fortan vom Kunden in die Zentrale agiert werden und nicht umgekehrt. Mitgestaltung und Mitverantwortung für jeden Einzelnen ist nicht nur möglich, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor für Flexibilität und Dynamik trotz Wachstum.

Herausforderung

2020 war die neue Organisation, Kommunikations- und Führungsstruktur bereits erfolgreich etabliert, dem Unternehmen ging es gut, die Change-Geschwindigkeit blieb dennoch hoch. Wer rastet, der rostet – und wer sich nicht ständig weiterentwickelt, stagniert. Es war daher auch an der Zeit zu reflektieren. Die metafinanz stellte sich die Frage: Was ist mit uns in den letzten 3 Jahren passiert und wo wollen wir in Zukunft hin?

„Trotz unseres Erfolges wissen wir genau, dass es keine Option ist, jetzt stehen zu bleiben und abzuwarten. Es gilt mehr denn je, sich Gedanken zu machen, wie die Zukunft der metafinanz aussieht“, erklärt Dominika Rantasa, verantwortlich für die Marken- & Identitätsentwicklung der metafinanz. „Wir erleben nicht nur eine Zeit der Weichenstellung, wir spüren auch, dass in solchen Zeiten von Neuformung und Umbrüchen unser Denken, unsere Haltung, unsere Emotionen sowie das Bewusstsein unserer selbst die Zukunft bestimmen. Daher ist es genau die richtige Zeit, um gemeinsam nach vorne zu schauen und gemeinsam zu gestalten.“

Obwohl mittlerweile 3 Jahrzehnte alt, machte sich die metafinanz daher gemeinsam mit dem Zukunftsinstitut Consulting auf die Suche nach ihrer Identität. Denn in der Identität einer Organisation liegt der Schlüssel für ihre Zukunft und die Basis ihrer Vision.

Prozess

200 Millionen Euro Umsatz, über 700 Mitarbeiter, Standorte in München, Stuttgart und Frankfurt. Ein gefragter Service-Dienstleister für Business- und IT-Consulting. Die Hardfacts, aber was ist der Kern der metafinanz? Und welche Zukunftspotenziale schlummern in der DNA des Unternehmens? Das Zukunftsinstitut Consulting Team setzte seine bewährten Tools und Methoden ein, um gemeinsam mit der metafinanz systemisch in die Organisation einzutauchen.

„Wir haben genau hingeschaut, wo wir stark sind, wo sich unsere Energie konzentriert, wo wir White Spots, aber auch Blind Spots haben. Einer unserer blinden Flecken ist etwa der Blick nach außen“, schildert Geschäftsführer Rainer Göttmann und präzisiert: „Die Marktorientierung ist zwar zentraler Bestandteil bei der metafinanz und wir sind nah dran an den Kunden, kennen ihre Probleme. Aber jetzt geht es darum, den Blick zu weiten:

Kennen wir wirklich die Entwicklungen in der Wirtschaft? Spüren wir wirklich die Trends unserer Zeit? Beschäftigen wir uns ausreichend mit der Gesellschaft und der Umwelt um uns?“

Während es die metafinanz fast schon perfekt beherrscht, sich mit dem Innen zu beschäftigen, damit, wie sie sich als agiles Unternehmen aufstellt, was ihre Kunden beschäftigt und wie sie darauf reagiert, bleibt die Frage: Was passiert da draußen, außerhalb des Daily Business und Projektalltags? Dort lauern viele spannende Themen, bei denen die metafinanz noch Entwicklungsspielraum hat.

Bestätigt wurde diese Erkenntnis von einer Umfrage, in der sich Kunden über die exzellente Lösungskompetenz bei konkreten operativen Problemen hinaus ein noch stärkeres Einbringen von aktiver Inspiration und von Marktimpulsen durch die metafinanz wünschten.

(Zwischen-)Ergebnis

Die StartUp Inspiration Week:
Nach dem Vorbild der Future Week entwickelte die Zukunftsinstitut-Tochter Future Day ein kompakteres, auf die metafinanz und die für sie relevanten Trends und Megatrends zugeschnittenes Format, um den identifizierten Blind Spot zu beleuchten – die StartUp Inspiration Week.

Verschiedene Sessions mit 23 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung verwandelten eine Woche lang die Nachmittage in Gelegenheiten, um mit dem Außen in Resonanz zu kommen. Mitarbeitende, Kundinnen und Partner machten sich ihre Gedanken zu …

  • Business Ecosystems: Vernetzte Ökosysteme in einer digitalisierten Welt
  • Coopetition: Die Wirkmacht der Vernetzung
  • Sinn-Ökonomie: Neue Dimensionen der Wertschöpfung
  • Talentismus: Kluge, kreative Köpfe Richtung Zukunft führen
  • Lebensstile: Die Menschen hinter den Daten
  • Wir-Kultur: Das neue Miteinander in einer komplexen Welt

Ein „Basislager, von dem aus wir unsere Reise fortsetzen können“, nannte Rainer Göttmann dieses Online-Event, das Augen und Köpfe für den Blick nach außen öffnete. „Dieses Außen wollen wir erobern. Warum? Diese Kräfte und Energien wirken natürlich auch auf unsere Märkte, auf unsere Kunden und unsere Organisation“, so Göttmann.

metaForward:
Die Impulse sollen weiter wach gehalten werden, weshalb die metafinanz ihrer StartUp Inspiration Week eine Serie von Liveshows folgen lässt, denn die Week war wie das Eröffnungsspiel eines großen Turniers. Sie diente dazu, das Beziehungsverhältnis der metafinanz zum Innen und Außen neu zu justieren. In den metaForwards wird das Gehörte nun gemeinsam reflektiert, es werden aber auch neue Impulse gesetzt. Nach dem Spiel ist schließlich vor dem Spiel.

Wichtige Schritte im Visionsprozess:
Um die Eindrücke der StartUp Inspiration Week methodisch in Erkenntnisse für den weiteren Identitäts- bzw. Visionsprozess ummünzen zu können, fungierten rund 30 Mitarbeitende der metafinanz während der Week als Inspiration Scouts.

Sie dokumentierten ihre Gedanken zu den Inputs explizit hinsichtlich der Fragen, was und wie die metafinanz ist bzw. was und wie sie nicht ist. Die systemische Analyse der Scouts-Aufzeichnungen durch das Zukunftsinstitut Consulting Team ergab ein konkretes Bild über die Positionierung der metafinanz gegenüber verschiedener Zukunftsthemen. So wurde herausgearbeitet, für welche Zukunftsthemen bereits gute Voraussetzungen in der DNA der metafinanz angelegt sind = hohes Zukunftspotenzial! Ebenso wurde ersichtlich, zu welchen Zukunftsthemen die metafinanz (noch) keinen geeigneten Zugang findet. Es waren dies weitere wichtige Schritte auf dem Weg zur metaIdentität und in weiterer Folge zur Übersetzung der gewonnenen Erkenntnisse in eine Vision, in Business-Felder etc.

On we go!

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